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 drumandbass.at > News > spring03 - Festivalreport

 spring03 - Festivalreportritchie, 02.06.2003, 12:54 

Graz darf alles, und die "Grätz Massiv" schon überhaupt, besonders am vergangenen Wochenende.


Ich dagegen darf nur sagen: Big Up to LTJ & MC Konrad, großartiges Set auch von Zinc, BC und Navi dagegen... naja.

Also dann mal schön der Reihe nach: am Donnerstag am frühen nach Graz, anschließend feinstes Gartensitzen in der lauten Sommernacht, der Orientierungssinn noch immer geflasht von der hyper-verspiegelten Bedürfnisanstalt auf der exklatant stylishen und imho sehr gelungen Murinsel, und in freudiger Erwartung der Dinge harrend, die da kommen mögen. Ich hab ja schon mal durchklingen lassen, dass der Dom im Berg pour moi as good as it gets ist, was Locations in Österreich betrifft - und ich muss zugeben, dass sich an dieser Meinung nix geändert hat. Okay, zugegeben: die Luftfeuchtigkeit lag vielleicht bei 99%, aber der Neon-Schriftzug linker Hand beim Aufgang entschädigte mindestens für alles: "Wo Kurt Cobain ein Wienerschnitzel mit Erbsenreis bestellt hat." Na Bitte: Kunst wird auch langsam erwachsen.

Aber zurück zum Thema LTJ und Konrad: so hätt ich mir das nicht vorgestellt - nix da mit ruhigeren, jazzigen Party-Gefilden, those guys know how to party damn well! Perfekte Konstellation, hochmotivierte Crowd, Konrad's virtuoser Umgang mit den Effektgeräten am Mic, die treibende Selection des dreistündigen Sets: LTJ got it absolutely runnin'! Und ich glaub nicht, dass allzu viele Tracks dedroppt wurden, bei denen Bukem nicht auch selbst produktionstechnisch seine Finger im Spiel hatte. Gebenedeit warst du unter den Parties, oh Donnerstag im Dom im Berg!

Tags darauf begann der frühe Abend ausnehmend angenehm, mit Kernöl, Most, und - ach Quatsch. Mit den bekannt kernigen Spritzern und Most Wanted Beats im Stadtpark, vielmehr. Im Theatro droppte indessen D-Bridge von der Bad Company feine Dubplates, aber dies eher lustlos, begleitet von Navigator's enttäuschendem "Reprazentin' the Gangsta aka Proll Massive" Style. Tune um Tune, wenig Mixing, schade. Also doch nochmal in den Dom im Berg, wo die Funky Lowlifes ihre Instrumente bereits wieder eingepackt hatten und Gilles Peterson der mäßig interessierten Menge seine "worldwide record collection" vorführte. Gilles Peterson ist eben der Ronald McDonald der ethno-lastigen Housebeats: man weiß, was einen erwartet. Es ist nicht großartig, aber es schmeckt überall gleich.

Weniger Fadesse erhoffte ich mir für den Samstag, und wurde zunächst mal derbe enttäuscht von DJ E.A.S.E. Da hatte doch vorher Byonic Kid von den Waxos im Stadtpark ein großartig tanzbares und feines Dope Beat / Abstract Hip Hop Set aufgelegt, und dann langweilt der gehypte Ease mit durchschnittlichen, langweiligen Old-School Beats und Hitparaden R&B Einschüben - ein lamer-Set zur besten Partyzeit. Nächstes Jahr sollte lieber Byonic im Dom auf der Bühne stehen... schade, dass beim DJ-Booking die Plattenverkaufszahlen so viel mitentscheiden. Aber Zinc machte dann alles wieder schlagartig gut: mit irren Dubplates, wie Ms. Dynamite über "LK", einem ausgedehten Mo-Fire inkl. Remixes-Part (der imo mehr konnte als der ganze vorige Abend mit Navigator live) und und und - bis in der Früh bretterte und soulte Zinc in schöner Abwechslung dahin. Ein würdiger Abschluss eines sehr empfehlenswerten Festivals, aber in meiner Party-Schlussswertung knapp von LTJ und Konrad auf den 2. Platz verwiesen! Ach ja, ein Abschlusswort noch: Big Up to the Graz Massive!

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